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Veganer Wein – was ist hier eigentlich vegan?

von am 27. Februar 2019

Ist Wein eigentlich nicht immer vegan, oder ist das ein Irrtum? Wir klären auf!

Die vegane Ernährung wird in Deutschland immer populärer. Vegan heißt, auf tierische Produkte zu verzichten. Grund für den Verzicht auf diese Produkte ist für die meisten Veganer der Tierschutz und der Klimaschutz. Aber für viele ist es auch ein gesundheitlicher Aspekt auf die rein pflanzliche Ernährung umzusteigen.

Inzwischen gibt es zu fast jedem Lebensmittel eine vegane Alternative. So zum Beispiel gibt es zur klassischen Kuhmilch die Mandelmilch, statt Sahne Soja oder Kokos und als Fleisch-Alternative Tofu.

Nur wie sieht es mit Wein aus? Veganen Wein gibt es heute auch schon zu kaufen, wobei sich viele die Frage stellen, was bei Wein eigentlich nicht vegan ist. Manch einer denkt, Wein sei immer vegan, da er aus pflanzlichen Produkten, sprich Trauben, hergestellt wird.

Dies lässt sich mit etwas Hintergrundwissen ganz einfach erklären.

In der Regel werden Weine geklärt. Viele bezeichnen diesen Prozess, dass der Wein geschönt wird. Häufig werden tierische Produkte zur Klärung oder Filtration des Weins eingesetzt – Kasein aus Magermilch, Albumin oder tierische Gelatine zum Binden gröberer Partikel, aber am häufigsten Eiklar, vor allem bei Rotwein zum reduzieren des Gerbstoffgehalts.

Bei Rotwein wird heute aber auch des Öfteren auf die Klärung gänzlich verzichtet, so dass dieser automatisch vegan ist, ohne dass es gekennzeichnet wird.

Zum veranschaulichen: Werden ungefähr drei Eiklar auf 100 Liter Wein gegeben, binden die Proteine die Trübstoffe und setzen diese am Boden des Tanks oder Fasses ab. Der klare Wein wird anschließend von oben abgezogen. In dem geklärten Wein ist kaum ein Rückstand des tierischen Produktes nachzuweisen. Aber der Wein ist mit einem tierischen Produkt in Berührung gekommen. Für jeden Veganer, der das Thema ernst nimmt, ist das zu beachten – sprich, er muss darauf verzichten.

Bei veganen Weinen hingegen wird natürliche Mineralerde Bentonit, Aktivkohle oder vegetabile Gelatine zur Klärung verwendet. Dies ist genauso effektiv wie die herkömmlichen Methoden, allerdings braucht es etwas länger bis der Wein fertig „geschönt“ ist. Im Prinzip ganz einfach.

Hier sei noch kurz erklärt, was vegetabile Gelatine und Bentonit überhaupt ist.

Die Mineralerde Bentonit ist eine natürliche Mineralerde, die aus vulkanischer Asche hergestellt wird. Sie ist bei veganen Wein zur Verminderung der Eiweißtrübung der Trauben besonders geeignet.

Die tierische Gelatine wird vereinfacht durch das Kochen der Haut und der Knochen von Rindern und Schweinen gewonnen. Die vegetabile Gelatine hingegen wird meist aus Algen hergestellt und ist reich an Omega-3 Fettsäuren.

Zuletzt stellt sich für viele noch die Frage, ob veganer Wein qualitativ schlechter ist. Das ist sicherlich nicht so, denn ob ein Wein vegan ist oder nicht sagt überhaupt nichts über die Qualität aus.

Aber was auffällt ist, dass sehr oft vegane Weine auch ein Biozertifikat tragen, wobei auch dieses Zertifikat nicht unbedingt viel über die Qualität des Weins aussagt. Es gibt hier genauso sehr viele Weine, die man nicht unbedingt mit Freunden teilen möchte wie auch sehr gute Weine, die richtig Spaß machen.

Es ist allerdings schon so, dass so ziemlich alle Weingüter, die vegan produzieren, auf die Nachhaltigkeit der Produktion und der Weine achten. Und diese Weine werden immer mehr, was für unsere Zukunft sicherlich sehr gut ist.

Hier fällt im übrigen auch immer mehr auf, dass immer mehr Weingüter, die nachhaltig angebaute Weine anbieten, zunehmend auf die besonders nachhaltige und nebenbei auch praktische Weinverpackung des Weinschlauchs, auch Bag in Box genannt, zurückgreifen. Diese Verpackungsform schont unwahrscheinlich viele Ressourcen und verursacht sehr viel weniger CO2 als Weine in der Flasche. Ein Bericht zu diesem Thema findet sich auch in diesem Blog.

Als Fazit kann man sagen, dass man als Veganer nicht auf gute Weine verzichten muss. Der Markt wird hier immer größer, wobei vegane Weine im Weinschlauch noch recht selten sind, aber gefunden werden können. So zum Beispiel im Onlineshop von weinschlauch-online.

 

Bildquelle: Pixabay

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Geografie für Weinfreunde – die Abruzzen

von am 11. Februar 2019

Die Region Abruzzen liegt in der Mitte Italiens an der Adriaküste. Nach Westen hin geht das flache Küstengebiet in eine Hügellandschaft und schließlich in das Hochgebirge des Appennin-Abruzzen mit fast 3.000 Metern im Massiv des Gran Sasso. Als Teil des Appenin, den der Zusammenstoß der afrikanischen und der eurasischen Kontinentalplatten auffaltet, besteht der Gebirgszug aus Sedimentgestein – Kalk, Dolomit, Sandstein Schiefer, Mergel und Ton. Das Gebirge prägt die zur Adria hin abfallenden Böden mit mineralreichen kalkhaltigen Lehmböden. Das Klima ist in den niedrigeren Teilen mediterran und heiß. Hier wachsen bis in einer Höhe von 500 Metern, maximal bis 600 Meter, ausgezeichnete Weine. Zu den bevorzugten Rotweinen der Region gehören der Montepulciano d’Abruzzo oder der Trebbiano. Aber auch eine eher unbekannte Traube stammt aus dieser vom Klima verwöhnten Ecke Italiens. Pecorino, eher bekannt als Käse, ist der Geheimtipp unter den Weißweintrauben. Schön fruchtig mit wenig säure. Ein Wein der wirklich überrascht.

Wir beziehen einen sehr großen Teil der Weine aus den Abruzzen von dem Weingut Torri Cantine. Das Weingut wurde 1966 nach besten önologischen Traditionen gegründet und hat bis heute nicht seine Wurzeln vergessen. Im Laufe der Jahre hat dies eine große Auswahl an erlesenen Weinen hervorgebracht.

Aber auch unsere veganen Bioweine Weine stammten aus dieser, der Adria nahe liegenden Region. Die Cantina Cerretano ist in den frühen 1900er Jahren entstanden. Hier setzt man heute sehr stark auf das Thema Nachhaltigkeit. Daher produziert das Weingut nur noch biologisch und vegan aus Respekt vor der Umwelt und der Natur.

Einen ausführlichen Bericht über vegane Weine finden Sie demnächst in unserem Blog.

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