Rotwein als Krebsvorsorge?

Rotwein als Krebsvorsorge?

Immer wieder lesen wir davon, dass ein Glas Rotwein vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und krebsvorbeugend sein soll. Aber stimmt das wirklich?

Die gute Nachricht: Rotwein enthält Antioxidantien, die nachweislich Zellmutationen und damit Krebs verhindern können. Das hat eine Studie des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center aus dem Jahr 2013 nachgewiesen. Im Rahmen der Studie bekamen rund 60 Probanden über den Beobachtungszeitraum jeden Tag ein halbes Gramm Resveratrol – dabei handelt es sich um ein Polyphenol, das in Rotwein vorkommt. Dieses wurde bei dem Versuch von den Zellmembranen aufgenommen und half, Krebszellen in gesunde umzuwandeln.

Die schlechte Nachricht: Ganz so einfach  ist es natürlich nicht. Sonst hätte die Medizin den Durchbruch beim Kampf gegen den Krebs gefunden. Ob Resveratrol im Körper Krebszellen umwandeln kann, hängt jedoch von vielen Aspekten ab – unter anderem davon, wie der Körper das Polyphenol aufnimmt. Zudem besteht Rotwein nicht nur aus Resveratrol – Forscher haben mittlerweile mehr als 500 Komponenten ausgemacht. Darunter Eiweiße, Zucker, Säuren, Gerb- und Farbstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Aroma- und Bukettstoffe.

Ist also doch nichts dran an dem Mythos, dass Rotwein Krebs vorbeugt? Auch das wollen wir so nicht unterschreiben. Schließlich zeigen uns die Franzosen, dass man mit dem täglichen Glas Rotwein sehr alt werden kann. Unser persönliches Fazit aus den Ergebnissen: Rotwein trägt zum Wohlbefinden bei und ist – in Maßen getrunken – gesundheitsförderlich. Auch wenn er keine Wunder vollbringen kann, verstärkt dieses Wissen den Genuss eines schönen Rotweins am Abend. Oder nicht?

Kommentare

Sei der erste der einen Kommentar schreibt....

Schreibe einen Kommentar
* Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
* Pflichtfelder
Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zur Verbesserung dieser Seite zu. Diese Nachricht Ausblenden Für weitere Informationen sehen Sie bitte unsere Datenschutz-Erklärung. »